Damen 1: Unentschieden in Rennertehausen

„Immer noch ungeschlagen“ könnte man als Fazit unter das Auswärtsspiel in Rennertehausen schreiben, doch was war passiert, ist man doch als Tabellenführer zum bisher sieglosen Vorletzten SV 1923 Rennertehausen gefahren.

Vorderes Paarkreuz in Topform

Doppel: Richter/Schiefner gegen die Nummer 2+4 von Rennertehausen

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden Claudia Richter und Maria Schiefner im vorderen Paarkreuz. Sind beide doch weit über 100 TTR Punkte besser als ihre Gegnerinnen. Besonders erfreulich hierbei ist, dass Maria Schiefner das erste Mal in dieser Saison alle 3 Spiele gewinnen konnte. Doch einfach war es trotzdem nicht. Gegen Ute Ernst (1) gab sie Satz 1 ab, bevor sie sich an die Gegebenheiten in der recht kleinen, dunklen Halle und den gelben Zelluloidball gewöhnen konnte.

Maria Schiefner gegen Ute Ernst

In ihrem zweiten Spiel gegen Nina Klaus-Materna musste Maria sogar einen 1:2 Satzrückstand aufholen. Man merkte jedoch schon Ende des dritten Satzes, dass sie das richtige Mittel gegen eine stark aufspielende Klaus-Materna gefunden hatte. So gingen Satz 4 und 5 recht deutlich an den TTC. In ihrem dritten und letzten Spiel gegen Jessica Engelbach machte Maria mit 3:0 dann das Unentschieden klar.

Auch Claudia Richter kommt immer besser in Fahrt. Konnte sie zwar schon im Spiel zuvor gegen Morschen-Heina drei Punkte beisteuern, so war die Leistung gegen Rennertehausen mit drei klaren Siegen (jeweils 3:0) nochmals eine Steigerung in Punkto Stabilität.

Hinterem Paarkreuz fehlt die Lockerheit

Doppel: Jana Schneider / Cornelia Ries gegen Nummer 1 und 3

So gut es dem vorderen Paarkreuz erging, so unglücklich agierten unsere Nummer 3 und 4. Bereits im Doppel schlichen sich realtiv häufig einfache Fehler ein, so dass man sich, trotz deutlich besserer Leistung als noch gegen Morschen-Heina, wieder mit 0:3 geschlagen geben musste.

Jana Schneider gegen Jessica Engelbach

Diese leichten Fehler prägten auch die weiteren Partien unserer zwei „Küken“. Cornelia Ries kam in den ersten Satz gegen Melanie Landau (3) gut rein und führte bis 9:7 ehe Landau den Satz doch noch 11:9 für sich entscheiden konnte. Danach war die Verunsicherung bei Cornelia zu spüren wärend Landau immer besser in die Partie fand. Ähnlich erging es Jana Schneider am Nachbartisch. Nach 1:1 in den Sätzen ging Satz 3 trotz gutem Anfang mit 9:11 gegen Jessica Engelbach verloren.Im vierten Satz agierte Jana dann oft zu hektisch, so dass dieser 6:11 verloren ging.

In der zweiten Runde (3 gegen 3 und 4 gegen 4) setzte sich der Trend fort. Jana wollte die Niederlage gegen Engelbach mit einem Sieg unbedingt ausgleichen. Doch es fehlte ihr die Lockerheit und so ging nicht viel zusammen. Relativ klar gingen die Sätze (-2/-5/-9) an Landau. Cornelia konnte, ähnlich wie Jana gegen Engelbach leider nur einen Satz für sich entscheiden.

Erst in ihren Spielen gegen die Nummer 1 und 2 von Rennertehausen spielten die beiden befreiter auf. So nahm Jana sich, nach völlig verkorkstem ersten Satz (2:11), den Rat des Coaches scheinbar zu Herzen und spielte einfach drauf los. Ohne taktische Vorgaben, einfach spielen. So konnte sie in Satz 2 und 3 immerhin 9 Punkte erreichen. „Holt sie einen Satz, so wird es richtig eng.“ bestätigte hinterher auch Ute Ernst, ihre Gegnerin. Dieser war nach dem Gewinn des Spiel die Erleichterung deutlich anzusehen.

Fazit

„Immer noch ungeschlagen“. Genau so sollte man es am Ende sehen. Die Tabelle, so früh in der Saison, ist noch nicht wirklich aussagekräftig. Die Hessenliga ist kein Spaziergang und wer nach dem guten Auftakt gemeint hat, dass es ein Selbstläufer wird, der wurde eines besseren belehrt. Muss man gegen Rennertehausen gewinnen? Ja, man muss. Trotz allem ist Rennertehausen eine der schwächeren Mannschaften in der Hessenliga. In Normalform haben sowohl Jana als auch Cornelia das Zeug zumindest gegen die Nummer 4 zu gewinnen. Trotzdem muss man den zwei „Küken“, wie sie mannschaftsintern genannt werden, durchaus ihre Zeit geben, sich in der Liga einzuleben. Schließlich sind es 3-4 Klassen höher, als sie letzte Saison gespielt haben. Rückschläge sind da normal. Der super Start in die Liga darf nicht über das eigentliche Ziel „Klassenerhalt“ weg täuschen. Es ist nicht davon auszugehen, dass wir vorne immer alles gewinnen.

PS: Aufgrund der Lichtverhältnisse sind die Videoaufnahmen nicht sehr gut geworden. Man kann es an der Qualität der Bilder oben schon erkennen, daher wird es keine bewegten Bilder diesmal geben.

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