Damen 1: Dinner for One am Sonntag!

Dinner for One am Sonntag!

“The same procedure as every year, James.”

5:8. Zwei Zahlen, die uns nun seit zwei Partien verfolgen und langsam aber sicher lästig werden! Und wir waren uns sicher, gegen diesen Fluch wollen wir uns wehren. Immer wieder Sonntag, aber heute bitte anders!

Doch fangen wir bei Null an. Sonntag, 10.03.2019 – draußen tobte der Sturm, doch vom Winde verweht aber unbeirrt fanden Claudia, Coco, Malin und ich unseren Weg in die Halle des SG Rodheim. Frisch, hochmotiviert und fast ausgeschlafen. Und so fanden wir auch gut in die Partie. Coco und Malin gewannen den ersten Satz gegen das Doppel 1. Sie wechselten sich (leider) brav von Satz zu Satz mit ihren Gegnerinnen ab. Im fünften Satz wären eigentlich wieder Coco und Malin am Zug gewesen, doch trotz hartem Kampf verloren sie den fünften Satz knapp mit 9:11.

Claudia und ich spielten an Tisch 2 eine gefühlte Ewigkeit. Den ersten Satz vergaben wir nach einer hohen Führung noch mit 10:12 an unsere Gegnerinnen. Nachdem ich Claudia im nächsten Satz aber beim Aufschlag beherzt auf den Fuß trat, lief es! Wachgetreten, konnten wir die nächsten 3 Sätze ergattern.

1:1 Zwischenstand. Nun ging es für unser vorderes Paarkreuz an die Tische. Coco, die heute extra in den frühen Morgenstunden aus Kassel anreiste, durfte sich mit Munzert messen. Sie zog leider den Kürzeren und musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Claudia feuerte wie gewohnt ein paar Granaten ab und gewann in drei Sätzen deutlich gegen Wirkner. 2:2 – wir glaubten weiterhin dran!

Jetzt kam Malin an die Reihe, welche übrigens ein Triathlon-Tischtennis-Wochenende ablegte. Sie half nicht nur uns, sondern spielte auch in der 2. Damen und der 3. Herren. Doch scheinbar hatte das ihre Energiereserven noch nicht aufgebraucht! 12:10 und der erste Satz gehörte ihr! Danach nahm sie das Pendelspiel des vorherigen Doppels auf. Doch diesmal mit dem besseren Ende für uns und Malin gewann bärenstark im 5.Satz. Stand 3:2 – ist das etwa eine Führung? Und dann kam ich. Ich hatte kurzzeitig vergessen, dass der Satz bei 11 Punkten schon vorbei sein könnte – 12:14, 12:10, 15:13 und dann fiel es mir wie Schuppen, von den Augen 5:11, nur für die falsche Mannschaft. Zwischenstand 3:3.

Unser Fels in der Brandung, Claudia war dran. Und sie bekam ein klein wenig Gegenwehr. Nach 1:1 in Sätzen sagte sie in der Satzpause zu mir „Ich muss einfach mit Spin Spielen!“. Meine Antwort „dann mach das doch EINFACH mal!“ hat mit Sicherheit nicht den Eintrag in das Buch der 10 besten Coaching Tipps gefunden, aber Claudia hat es schließlich doch „einfach“ gemacht und holte sich das Spiel mit 3:1. Insgesamt 4:3 – jetzt aber die Führung? Coco musste sich am Nachbartisch mit 0:3 einer stark aufspielenden Wirkner geschlagen geben.

Nun war wieder das hintere Paarkreuz dran. Ich gegen Möcks, doch irgendwie war der Wurm drin, 0:3. Vielleicht hatte ich mir den Wurm beim morgendlichen Zusammenprall mit der Kellertür geholt – ist aber auch egal. Auch Malin hatte am Nachbartisch Schwierigkeiten gegen Gohla, nachdem sie sich nach erheblichem Rückstand zum 9:10 zurückgekämpft hatte, wollte sie mit der Rückhand zaubern doch den Zaubertrick müssen wir nochmal üben, 0:3.

Und da war es wieder, das heimtückische 4:6, wie auch schon gegen Haunedorf und Schönstadt. Aber daran dachten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Mit ein paar Feuerwerken machte Claudia das nächste Spiel etwas unkreativ aber deutlich, mit 11:8, 11:8 und 11:8, klar. Meckern auf hohem Niveau oder wie war das? 5:6.

Nun Malin und ich, wir waren wirklich bereit, für den Kampf gegen das verfluchte 5:8. Ich gegen die Nummer 1, aber da passieren ja bekanntlich die verrücktesten Sachen! Das Fundament für etwas Verrücktes legte ich mit einem 11:7 im ersten Satz. Aber mehr geschah dann letztendlich, trotz einem offenen Spiel mit vielen langen und auch guten Ballwechseln, doch nicht. Dann halt ein Wunder ohne meine Beteiligung! Malin also gegen die Nummer 2. Am Nachbartisch machte Coco den ersten Satz gegen Gohla klar, vielleicht am Ende doch noch ein 7:7?

Doch auch Malin musste sich gegen eine erneut starke Wirkner geschlagen geben und so stand es schlussendlich 5:8. Ich stürmte auf die anderen zu „Endlich mal ein 5:8, ich glaub’s nicht!“. 5:8, wir können es alle nicht mehr hören. 5:8, alle guten Dinge sind drei, jetzt reicht’s okay? 5:8, wir brauchen eine Pause von dir!

Fazit: Unsere Ehrenrunde im Kreisel sind wir unter Claudias Lenkung auf der Heimfahrt trotzdem gefahren. Und nächsten Sonntag wird um 11 Uhr zu Hause gegen Rennertehausen angegriffen!