Damen 1: Doppel-Gaudi daheim

Nach dem Saisonauftakt gegen Schönstadt, fühlt es sich nach fünf Wochen Spielpause fast wie ein zweiter Saisonauftakt an. Nun heißt es endlich wieder, Feuer frei! Und das gleich zwei Mal, zu Hause. Zuerst begrüßen wir am Samstag um 14:30 Albungen, um am nächsten Tag um 11:00 Ihringshausen zu empfangen

„Jana? Hör mal zu: Wir begrüßen unsere Gäste…“, Malin übte ganz putzig ihre erste Heimbegrüßung als Mannschaftsführerin, während ich Banane kauend so tat, als würde ich aufmerksam sein. Derweil jagte Monika nochmal mit dem Wischmop durch die Halle, um den Staub der letzten Wochen zu beseitigen und uns ein möglichst rutschfreies Auftaktspiel zu gewähren.

Los geht’s mit den Doppeln: Mit einem 3:1 und circa 15 Fußtritten später, sorry Malin, gingen wir erleichtert vom Tisch. Am Nebentisch wurde es bereits im ersten Spiel spannend, leider unterlagen Monika und Britta jedoch im fünften Satz.

In meinem ersten Einzel machte ich nicht viel, außer mir selbst fast in die Hose und gab das Ding etwas zerwühlt 0:3 an Osterheld ab. Malin dagegen fuhr nach einem Satzverlust ihr Einzel ziemlich cool 3:1 ein. Als nächste war Monika dran und die Sätze hätten mit u.a. 16:14, 11:13 und 10:12 kaum knapper sein können, gingen am Ende jedoch an unsere Gegner. Britta zog ihr Spiel gegen Weise souverän durch und glich zum Zwischenergebnis von 3:3 aus.

Zweite Runde, neues Glück. Ich hatte mich gesammelt und ging 2:1 in Führung, aber ich musste unbedingt nochmal alle Nerven kitzeln lassen und konnte erst im 5. Satz das Spiel nach Hause holen. Malin unterlag diesmal Osterheld und schon wieder war die Partie ausgeglichen, 5:5.

Das auf Britta und Monika im hinteren Paarkreuz Verlass ist bewiesen die beiden nun und brachte uns endlich den ersehnten Vorsprung, 6:4. Daraufhin unterlag Monika der Nummer 1 des Gegners. Ich konnte aber den 7. Punkt einfahren und Malin machte am Nebentisch auch keine Faxen. Klappe zu, Affe tot, 8:5.


Klappe wieder auf: Sonntag. Mit der Gewissheit am nächsten Morgen sowieso wieder anzureisen, ließ ich souverän die Hälfte in der Halle liegen. Mit einem „Fühlt sich an wie ein Déja-vu“ begrüßte uns Britta um 10 Uhr vor der Halle. Heute brauchte Malin auch keine Proberede mehr halten und die Halle war auch schon gewischt.

Malin erfreute sich an der neuen Farbei meines Haarbandes, und dafür trat ich ihr diesmal auch nur 14-mal auf den Fuß. Aber was soll’s, wir gewannen unser Doppel erneut mit einem 3:1. Britta erlebte ihr zweites Déja-vu des Tages am Nachbartisch, jedoch ging der 5. Satz diesmal an Britta und Monika.

Diesmal wollte ich gleich von Beginn an voll da sein und kämpfte mich mit einem 16:14 durch den ersten Satz gegen Kuke. Aber heute war schließlich der offizielle Tag des Déja-vu und ich musste erneut in den 5. Satz, welchen ich aber 11:7 heimholte. Die Noppe von Albers brachte derweil Malin etwas aus dem Rhythmus und das Spiel ging 3:0 an Ihringshausen.

Monika legte einen drauf und holte mit einem klaren Sieg die 4:1 Führung für uns. Britta dagegen hatte Probleme mit dem etwas unangenehmen Belag von Bierwirth. 4:2.

Etwas Zähne knirschend bewegte ich mich nun zum nächsten Einzel. Noppen und ich, die Kombination artete meistens aus. Aber nicht heute und ich zog meinen Stiefel endlich mal durch und gewann 3:0. Malin musste sich am Gegentisch einer stark aufspielenden Kuke ergeben und auch Monika verlor gegen Bierwirth. Auf ein 5:4 war unsere Führung derweil geschmolzen. Schmelzen sollte heute doch nur der Käse in Monikas leckeren Gyros-Suppe, aber das interessierte aktuell noch Niemanden.  

Britta, etwas am Hadern mit den heutigen Spielstilen ihrer Begegnungen, setzte sich aber durch und holte kopfschüttelnd den erneuten 6:4 Vorsprung. Jetzt kämpfte Monika gegen die Noppen von Albers an, doch diese gewann das Spiel 3:1 für Ihringshausen.

Bereits 5 Einzel an diesem Wochenende absolviert, wurden Malin und ich ein letztes Mal auf die Meute losgelassen. Komm, das Ding, das holen wir jetzt auch noch!

0:2 Irritation, Wut und eine Satzpause später, in der ich den Stuhl meines Betreuers am Liebsten aufgegessen hätte, kam ich zur Ruhe. 1. Satzgewinn. 8:10, Time-Out, ganz ohne Hunger auf Stühle, 14:12. 11:7. Das war nicht schön, vielleicht selten, aber egal. Und auch Malin erlebte ein kleines Gedankentief ehe auch sie sich besann und da war es.

8:5. Britta, ein Déja-vu?

Ja, ein schönes. Das Wochenende hat gutgetan. Trottend sammelte ich die 13 Bananenschalen der letzten 48 Stunden ein, während die nicht geschmolzene Gyrossuppe à la Monika wohl verdient auf uns wartet und wir das Doppelspielwochenende erfolgreich ausklingen ließen.