Damen 1: Mambo No. 5

Ladies and gentlemen, this is Mambo Number Five.

Diesen Sonntag stand uns eine schwere Aufgabe, gegen den Verfolger und somit Tabellenzweiten Niestetal, bevor. Und es ging mit einem kleinen Vorteil für uns los, denn Nele Mark, die Stammspielerin auf Position drei, war heute turnierbedingt nicht am Start.

Malin und ich starteten stark aufspielend in unser Doppel, fühlten uns sicher und gewannen den ersten und dritten Satz. Dann entglitt uns jedoch das Spiel gegen Mergard und Starke. Nach dem fünften Satz blieb uns also nur noch der Trostpreis. Und auch Monika und Britta mussten trotz eines Satzgewinnes, gegen ein sehr aktiv spielendes Doppel den Punkt abgeben.

Zwei Trostpreise, das war uns in dieser Saison noch nicht passiert, das heißt wir hatten nun erstmal einen 0:2 Rückstand vor der Nase. Aber in Wirklichkeit interessierte uns das nur bedingt, denn wir wussten, das heißt noch gar nichts!

Los ging es in die erste Einzelrunde. Ich fühlte mich gut und konnte den ersten Punkt des Tages mit einem 3:0 gegen Hättich einfahren. Nebenan machte Malin richtig Gaudi und wehrte sich erheblich gegen die etwas unangenehme Noppe von Mergard. Einen 1:2 Rückstand gleichte sie mit einem 11:9 aus und zog somit in den fünften Satz. Malin lag bereits 5 Zähler zurück und wir riefen uns die Seele aus dem Leib. Auch Hans-Otto aus der ersten Mannschaft war gedanklich voll dabei und sprang auf. „Das geht noch!“ – und das ging noch. Tada, 3:2 – Gesamt 2:2, dahin war der vermeintliche Rückstand.

In Führung brachte uns anschließend Monika gegen eine sympathisch aufgeregte Nummer 4 der Gegner, die ihr Debüt in der Verbandsliga feierte. Würde man den Worten von Monika in der Satzpause Glauben schenken, ohne auf den Spielstand zu schauen, würde man glatt denken, sie hätte das Spiel schon verloren. „Moni, du führst übrigens 2:1!“ – solche Kommentare wünscht man sich doch von den Gurken namens Mannschaftskollegen, oder? Da war also die Führung 3:2. Britta hatte dagegen am Nachbartisch Probleme mit der offensiven Spielweise von Starke und da war die Partie wieder ausgeglichen, 3:3.

Malin hatte Mergard gut erwärmt, dies bekam ich jetzt gegen sie zu spüren. So konnte ich zwar zum 1:1 ausgleichen, kam jedoch zu spät in die Partie und musste mich im vierten Satz mit 15:17, etwas zu überhastet spielend, geschlagen geben. Hättich musste sich derweil auch Malin 1:3 geschlagen geben und die Partie war immer noch offen, jetzt stand es bereits 4:4 und hier war heute noch alles möglich.

Und jetzt schlug der Hammer, namens „Richelsdorfs hinteres Paarkreuz“ wieder zu.

  • A little bit of “Monika” in my life
  • A little bit of “Britta” by my side
  • A little bit of “2 Punkte” is all I need
  • A little bit of “VORSPRUNG” is what I see

Dank Monika mit einem 3:0 gegen Starke und einem 3:1 von Britta gegen Gliese, stand es nun also 6:4. Der benötigte Vorsprung für die Sicherung unserer Tabellenführung und den Mambo No. 5?

Nun musste erneut Monika an den Tisch, doch jetzt musste sie sich einer stark aufspielenden Mergard geschlagen geben. Derweil konnte ich am Nebentisch ein 3:0 gegen Starke sichern und somit blieb unser 2-Punkte Vorsprung bestehen. 7:5, das Unentschieden war schon mal gesichert. Aber komm schon, Unentschieden? Nö, oder?

Malin, du machst das schon. Aber das waren meist die Momente, in denen man meist wenig machte, außer sich selbst viel Gedanken und dem Gegner viel Spaß. Nach 1:2 Rückstand gegen Gliese waren wir uns alle sicher, das dreht Malin jetzt noch. Aber es sollte nicht sein, und der Punkt ging an Niestetal, 7:6. Wir sind ja sowieso eher so die Spannungs-Typen.

Und was macht Britta da eigentlich am Nachbartisch? Da hatte aber jemand gar keine Lust auf Unentschieden und ignorierte vollkommen, dass sie hier gegen die Nummer 2 von Niestetal am Tisch stand. 3:0, aber Hallo!

8:6, das dritte Mal, dass wir ein knappes Spiel zu unseren Gunsten hinbiegen. 3 Stunden Kampf, eine großartige Gemeinschaftsleistung und somit Mambo No. 5. Die Tabellenführung bleibt also mit fünf süßen Siegen bei uns in Richelsdorf. Und weil wir uns da oben so wohl fühlen, legen wir jetzt erstmal ein Wochenende die Füße hoch.