Damen 1: Geisterspiel

Nach genau einem Monat Spielpause und unserer knappen Niederlage gegen Niestetal standen wir zu Hause mit frischer Energie bereit. Unser heutiger Gegner war Schönstadt, Tabellenvorletzter. In der Hinrunde bogen wir hier aber gerade so ein 8:6 hin, deswegen genoss ich die Spielaussichten heute mit Vorsicht. Völlig konzentriert auf das Einspielen peilten Malin und ich auch erst 5 Minuten vor Beginn, dass unsere Gegner aufgrund von Krankheit/Schichtdienst nur zu dritt waren.

Da in Obersuhl parallel die Bezirkspokalendrunde Nord der Erwachsenen ausgetragen wurde, war es ungewohnt still in der Halle, zu still. An dieser Stelle ein Danke an Günter, für deine Unterstützung!

Malin und ich ließen uns jedoch im Doppel von dieser verschlafenen Atmosphäre ummanteln. Britta und Monika konnten es sich gemütlich machen und mussten zusehen, wie Malin und ich überhaupt nicht aus dem Quark kamen und so ging das Doppel wirklich unnötig verloren. Damit stand es dann 1:1.

Malin legte einen fulminanten Start gegen die Nummer 1 der Gegner hin und führte im ersten Satz bereits 7:1. Danach entwickelte sich das Spiel zu einem Hin und Her, ehe es in den fünften Satz ging. Malin wehrte bei 9:10 den Matchball ab, musste sich am Ende trotz starker Leistung aber leider Zähne knirschend mit 13:15 geschlagen geben.

Schade Schokolade und auch bei mir sah das Spiel noch nicht so rosig aus, ich lag bereits 1:2 hinten und philosophierte gerade gedankenverloren an der Fensterbank, was ich mir da für einen Bockmist zusammenspielte. Schön ist, wenn sich das Training auszahlt. Wenn man extra Rückschläge trainiert, um dann ungefähr 30 Aufschläge ins Netz zu manövrieren. Da hat sich das Training fast ausgezahlt. Im vierten Satz konnte ich dann aber ausgleichen und auch den 5. Satz mit 11:6 gewinnen – gerade nochmal gut gegangen. 2:2.

Ja Monika was soll ich sagen, dabei sein ist alles! Nein, Scherz natürlich. 3:2 wegen nicht angetreten. Dann zeigte auch Britta eine kämpferische Leistung, denn auch sie lag bereits 1:2 hinten ehe sie ihre Gegnerin noch aus dem Konzept brachte und ein deutliches 11:3 im fünften Satz einfuhr. 4:2 – na geht doch, die Geister klatschten. Alle noch wach?

Weniger. Ich gab die ersten beiden Sätze gegen Henkel aus der Hand, ehe ich erneut die Kurve bekam und im fünften noch auf insgesamt 5:2 erhöhte. Dennoch unzufrieden wollte ich mein Handtuch ablegen, ließ aber unsanft den Schläger los und die Geister der Halle schreckten kurz zusammen, Sorry.

Malin lieferte sich ebenfalls eine knappe Partie gegen Bauerbach, der erste Satz ging mit 12:10 an Malin, der zweite mit 8:11 an Bauerbach. Nach einer kleinen Motivationsansprache von mir löste Malin die Sache nervenstark mit 11:8 und 11:9. Gesamt 6:2.

„Moni, wir dachten du bist nur zum Zuschauen da?“ – Nein! Nach dem Aufwärmen im ersten Satz machte Moni ihre Sache wie immer gewissenhaft und fuhr mit einem letztlich deutlichen 3:1 den 7. Punkt ein. Jetzt zählte das Spiel von Britta gegen nicht angetreten und da war das 8:2.

Was soll ich sagen, das war’s dann nämlich auch schon. 12:55 Uhr, das brachte die Tagesplanung etwas durcheinander.

Das Ergebnis klingt mal wieder deutlicher, als es sich zwischendurch angefühlt hat, schließlich haben wir insgesamt 14 Sätze hergegeben. Nun ja liebe Tabellenführung, so leicht geben wir dich nicht her! Nächste Woche Sonntag geht es dann für das Team „Damit-konnte-vorher-ja-keiner-rechnen“ nach Albungen.