Autor: JanaS

Damen 1: Das letzte Feuerwerk

Das letzte Feuerwerk

Samstag, 30.03.19, 12:00 Uhr. Eine ungewöhnliche Zeit für uns, dennoch stehen wir tatkräftig im Sonnenschein, vor der Halle der TTG Margretenhaun-Künzell. Das letzte Feuerwerk der Saison. Zu unserem letzten Spiel treten wir in unserer einst ursprünglichen Aufstellung an, da wir Maria für dieses letzte Spiel vom Schreibtisch entführen durften. Claudia, Maria, Coco und ich heißt also die heutige Aufstellung.

Coco und Jana beim Aufwärmen.

Ab ging es also an die Tische. Ich hatte mich mit meinen Rückschlag-Baukasten bewaffnet und leistete so meinen Beitrag, da viel mehr noch nicht so recht funktionieren wollte. Doch Claudia hatte den Allround-Baukasten dabei und so lösten wir unsere Sache dann doch ganz gut und konnten 3:0 gewinnen. Hiermit bauten wir unsere Doppel Bilanz auf ein sehenswertes 6:1 in der Rückrunde aus.

Coco und Maria mussten sich nun erstmal wieder aneinander gewöhnen und ihre Fußgrößen aufeinander abstimmen. Sie ergatterten sich den ersten Satz mit 11:9, mussten jedoch Satz zwei und drei abgeben. Doch dann spielten beide stark auf und Coco konnte sowohl im vierten als auch im Entscheidungssatz zwei Türme zum Satzgewinn und schlussendlich zum Matchgewinn verwandeln. Zwischenstand 2:0.

Nach dreimonatiger Abstinenz durfte Maria nun zeigen, ob sie mit dem kleinen weißen Etwas noch umgehen konnte. Ja, konnte sie. Aber die Gegnerin leider auch, und wie. Satz drei konnte Maria für sich gewinnen, doch insgesamt ging das Spiel an eine formstarke Hasani der Künzeller. Am Nebentisch geht die Post für Claudia gegen die 2 ab. Ich freue mich schon die ganze Zeit auf das Abtippen: Sie spielt jetzt gegen die Nummer 2 Hristina Hristovska Ivanovski. Claudia dominierte das Spiel jedenfalls klar mit einem 3:0. Zwischenstand 1:3.

Meinen Rückschlag-Baukasten aus dem Doppel hatte ich leider am Nachbartisch stehen lassen, sodass mir jetzt bei den Zauberaufschlägen von Müller nicht mehr übrigblieb, als die Kelle irgendwie hinzuhalten. Das war natürlich nur semi-effektiv und so entstand ein reines Aufschlagspiel, zu Gunsten von Müller, 0:3. Coco dagegen machte ihre Sache wirklich stark, gegen Huber-Petersen gab sie zwar den ersten Satz ab, doch danach überlag sie mit geschmeidigen Topspins. Coco schwebte aus der Box, endlich eine Belohnung nach der schweren Rückrunde im vorderen Paarkreuz.

Wie bereits im ersten Durchgang bewies Hasani nun auch eine äußerst starke Form gegen Claudia. Zudem bejubelt von den Zuschauern konnte Hasani Satz eins und vier für sich gewinnen. Aber stopp mal! Verlieren und Claudia, ist nicht. Ein Gesetz der Saison, also 11:6 im Fünften für Claudia und damit ein Zwischenstand von 5:2.

Derweil am Nachbartisch: „Sie hat drei Monate nicht gespielt, da ist alles drin!“, bekräftigte der Coach die Künzellerin. Doch Maria hatte ganz einfach keine Lust, diese Aussage zu bestätigen. So gewann sie, ich sag es gerne nochmal, 3:0 gegen Hristina Hristovska Ivanovski. 6:2, dann könnte das hintere Paarkreuz den Deckel ja jetzt zu machen?

Coco fand den Deckel nach 1:0 Führung gegen die Zauberaufschläge nicht, und musste das Spiel 1:3 abgeben. Ich fand den Deckel nach 2:1 Führung auch nicht, da plötzlich alle Synapsen Kindergeburtstag feierten. Spaß beiseite, die Nummer hätte wirklich nicht sein müssen.

Claudia setzte den Zauberaufschlägen jetzt aber mal ein Ende und holte Punkt 7 und somit das sichere Unentschieden gegen Müller. Gleichzeitig besiegelt sie damit eine ungeschlagene Rückrunde mit 19 Einzelsiegen. Zwischenstand 5:7.

Coco könnte…, nein nicht nochmal die Deckelgeschichte. Sie hatte mit der Nummer 1 der Künzellerinnen ein hartes Los, um den Sieg einzufahren. Und so wie diese ihre gute Form bereits gegen Claudia und Maria beweisen konnte, tat sie dies erneut gegen Coco. 5:7. Nun war ich gegen Hristina Hristovska Ivanovski dran. Robert sagte noch zu mir, dass ich gegen das vordere Paarkreuz meist viel besser war. Im ersten Satz suchte ich jedoch wieder vergeblich den Rückschlag-Kasten und dachte nur „Ach du grüne Neune!“. Doch plötzlich tat sich ein sehr effektives Konzept auf und ich führte 2:1. 12:11 – Time Out, die Gegnerin hatte ihre Aufschläge umgestellt und das Zittern begann. 12:12, 13:12, 13:13… 15:13. Hallelujah! Das war ein Kraftakt aber er hatte sich gelohnt, denn am Nachbartisch lag Maria schon 0:2 hinten. Somit stand es nun 8:5. Das geliebte 8:5 aber heute für uns & somit dürfen wir uns mit einem Sieg verabschieden.

Abschlussessen mit Betreuern und Maskottchen

Wir verabschieden uns aber leider auch von Claudia und Maria, die beide den Verein verlassen. Wir verabschieden uns von zwei wunderbaren Jahren Hessenliga, von denen wir junge Spieler definitiv profitieren konnten und es gerne weitergekonnt hätten. Aber liebe Hessenliga? Vergiss uns nicht, denn wir werden uns irgendwann wiedersehen, daran glaube ich fest. Daher blicken wir positiv in die Zukunft und versprechen, weiterhin Vollgas für diesen wunderbaren Sport zu geben!

Damen 1: Abschied vom Winterschlaf

Abschied vom Winterschlaf

von links: Cornelia, Malin, Jana, Claudia mit „Maskottchen“ Leon.

Wir melden uns zurück, da sind wir wieder, zusammen mit der Sonne. Erwacht aus dem Winterschlaf, noch vor den Siebenschläfern, die sich erst ab Mai zurückmelden.

Unser Gegner heute: Watzenborn. Doch bis auf eine Spielerin erkannten wir die Mannschaft der Vorrunde nicht wirklich wieder. Und ausgerechnet Schreiner, das uns bekannte Gesicht, musste aus gesundheitlichen Gründen ihre Spiele abschenken. Aber Respekt, dass sie trotz zweistündiger Fahrt ihr Team trotzdem mental unterstützte und mit dabei war.

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Damen 1: Werden Wunder wahr?

Werden Wunder wahr?

10:45 Uhr, ein Auto fährt mit 30 km/h durch Richelsdorf, die Angst, die erste vor der Halle scheint die Fahrerin zu bremsen. Doch was ist denn da los? Überpünktlich und stolz wie Bolle steht der Rest der Mannschaft schon vor der Halle und wartet auf die Öffnung der Hallentore. Und auch die heutigen Gegnerinnen aus Rennertehausen hatten ihre 140 km schon hinter sich.

Unser heutiges Aufgebot: Claudia, Ich, Malin und Elvira. Was fehlt? Richtig, Coco und dann auch noch das Verbindungskabel für die Musik-Lautsprecher in der Halle. Aber von sowas lassen wir uns ja zum Glück nicht von Wundern abhalten.

Nach routinierter und hochprofessioneller Schnick-Schnack-Schnuck Taktik standen Elvira und Malin im Doppel 1. Der Start verlief gut doch im Endeffekt mussten die beiden sich 0:3 geschlagen geben. Claudia und ich starteten souverän mit einer 2:0 Satzführung, verloren dann jedoch das kleine Etwas namens Ball etwas aus den Augen, 2:2. Kurzes Augenreiben in der Satzpause, 11:6 im fünften Satz – geht doch!

„Ist das Knacken im Knöchel normal?“, beruhigende Fragen stellte Claudia am heutigen Tag vor ihrem ersten Einzel, aber zum Glück war das altbekannte Eisspray mit von der Partie. Zack, Zack, Zack – 3:0. So einfach kann es sein und durch Claudias Sieg gegen Landau stand es 2:1 für uns.

Jetzt durfte ich, heute also an Position 2, gegen die Nummer 1 ran. Wie im Traum schnappte ich mir den ersten Satz. Aber einfach kann ja jeder, die nächsten beiden Sätze gingen an Klaus-Materna, ehe ich alle meine Energiereserven zusammenraufte und den vierten Satz mit 11:9 gewinnen konnte. 7:10 im 5. Satz, das wird nichts mehr. 10:10 – oder doch? Mit 11:13 und somit einer Niederlage musste ich mich dann aber doch vom Tisch verabschieden.

Nun war Elvira am Zug. Den ersten Satz musste sie zwar an Engelbach abgeben, doch dann war sie angekommen im Spiel. Satz 2 und 4 gingen an Elvira und somit durfte auch sie in den fünften Satz einziehen. Leider zog auch sie den Kürzeren und musste Engelbach zum Sieg gratulieren. Auch Malin am Nachbartisch musste trotz allen Versuchen ihrer Gegnerin gratulieren. Zwischenstand 2:4.

Ab ging es in die nächste Einzelrunde für Claudia. Der erste Satz ging an Klaus-Materna, aber dann eine brachiale Rückhand hier, eine brachiale Vorhand da und das Spiel ging mit 3:1 an Claudia. Und auch für mich ging es am Nachbartisch gegen Landau weiter. Ein verrücktes Spiel, bei dem ich in jedem Satz entweder auf Wolke 7 schwebte oder den Ball aus der Bande fischte. Also musste die Entscheidung erneut im 5. Satz folgen. Zunächst entschied ich mich dafür, den Ball aus der Bande zu fischen, bis mir einfiel, dass es keinen nächsten Satz mehr geben wird. Was auch immer ich nach 1:7 Rückstand anstellte, da war das Ding – 11:8! Zwischenstand 4:4 – Ausgleich.

Weiter ging es mit Elvira und Malin. Beide waren furchtbar motiviert, nur leider waren unsere Gegner das auch und zeigten sich von ihrer besten Seite. 0:3 in beiden Partien und somit insgesamt 4:6. Und für Elvira, auf der geliebten Position 3 wo es zwischen den Partien ganze 20 Sekunden Pause gibt, ging es sofort weiter. Und ich wurde auch noch an den Zählertisch gelotst, ob das ein gutes Omen war, wo ich mich doch immer so gut davor drückte? Elvira wollte es auf jeden Fall wissen! Zu mir sagte sie noch: „Puh, das wird jetzt eine schnelle Geschichte gegen die 1.“ Von wegen! 2:0 für Elvira, Blitzstart, Traumstart oder was war das? Ja das war es. Doch Klaus-Materna kam zurück, und wie. 4:11 im fünften Satz.

Zwischenstand 4:7, es wurde also langsam brenzlig. Aber dagegen hatte Claudia noch was einzuwenden. Ganze 7 Punkte erlaubte sie ihre Gegnerin. Nicht gerade großzügig, aber furchtbar effektiv – 5:7, wir sind noch im Rennen.

Nun also ich gegen die Nummer 3, und heute lief es doch bisher fast aalglatt in meinem Spielrhythmus. Ich würde das bisher gerne streichen, doch mich verließen nach 15 Sätzen und fast genauso vielen Bananen die Energie. Ich wehrte mich, gewann den dritten Satz nach 7:10 Rückstand und einem phänomenalen Time-Out, doch es reichte nicht mehr.

Man könnte jetzt schreiben, dass wir 5:8 verloren haben. Zum vierten Mal. Man könnte sagen: „Wunder werden wahr!“. Aber es hat ja niemand gesagt, dass das heute und hier der Fall ist.

Ein großes Dankeschön an alle Zuschauer und natürlich an Robert für die großartige Unterstützung in der heimischen Halle!

Damen 1: Dinner for One am Sonntag!

Dinner for One am Sonntag!

“The same procedure as every year, James.”

5:8. Zwei Zahlen, die uns nun seit zwei Partien verfolgen und langsam aber sicher lästig werden! Und wir waren uns sicher, gegen diesen Fluch wollen wir uns wehren. Immer wieder Sonntag, aber heute bitte anders!

Doch fangen wir bei Null an. Sonntag, 10.03.2019 – draußen tobte der Sturm, doch vom Winde verweht aber unbeirrt fanden Claudia, Coco, Malin und ich unseren Weg in die Halle des SG Rodheim. Frisch, hochmotiviert und fast ausgeschlafen. Und so fanden wir auch gut in die Partie. Coco und Malin gewannen den ersten Satz gegen das Doppel 1. Sie wechselten sich (leider) brav von Satz zu Satz mit ihren Gegnerinnen ab. Im fünften Satz wären eigentlich wieder Coco und Malin am Zug gewesen, doch trotz hartem Kampf verloren sie den fünften Satz knapp mit 9:11.

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