Damen 1: Saisonstart 20/21

Mädels, wie war denn euer erstes Spiel?

„Wirklich nicht so schlimm, wie es aussah…“. Uff.

Wir hatten eine Woche Zeit uns von dem Fehlstart zu erholen und uns einzureden, dass wir am Sonntag gegen Bottenhorn einfach nochmal neu in die Saison starten können. Denn an mangelnder Motivation lag es definitiv nicht und so steckten wir die Woche über alle mit unserer Vorfreude an, sodass wir am Sonntag zahlreiche Zuschauer begrüßen durften – Danke für eure Unterstützung!

Das erste Spiel lief gleich besser und ich konnte mich mit 3:1 durchsetzen und den ersten Sieg der Saison einfahren. Coco hatte es am Nachbartisch um einiges schwer und wehrte sich zu Beginn sehr stark, musste am Ende jedoch den Kürzeren ziehen. Malin und Martina erhöhten den Gesamtstand souverän auf ein 3:1. Für mich ging es nun gegen Hartmann und Freunde – manchmal muss man sich trotz guter Leistung einfach eingestehen, dass der Gegner besser ist. Auch Coco konnte unsere Führung nicht weiter gegen Beimborn ausbauen. Malin und Martina zeigten jedoch erneut eine starke Leistung, sodass es mittlerweile 5:3 stand. Malin musste jetzt zwar gegen Hartmann ran, gegen die niemand von uns auftrumpfen konnte, ich konnte aber auf 6:4 erhöhen und Coco machte den Sack mit 7:4 zu. Martina kämpfte sich im letzten Spiel stark nach 0:2 zurück, konnte sich im Entscheidungssatz aber nicht belohnen.

Ein besseres Auftreten unsererseits, eine Bombenstimmung und der erste Sieg in der Hessenliga. Die Saison wird nicht leicht für uns, aber wir haben unfassbar Bock und glauben weiterhin dran!

Noch können wir lachen und versuchen unsere Gegner weiterhin in dem neuen und bockstarken grün zu schocken!

Damen 1: Geisterspiel

Nach genau einem Monat Spielpause und unserer knappen Niederlage gegen Niestetal standen wir zu Hause mit frischer Energie bereit. Unser heutiger Gegner war Schönstadt, Tabellenvorletzter. In der Hinrunde bogen wir hier aber gerade so ein 8:6 hin, deswegen genoss ich die Spielaussichten heute mit Vorsicht. Völlig konzentriert auf das Einspielen peilten Malin und ich auch erst 5 Minuten vor Beginn, dass unsere Gegner aufgrund von Krankheit/Schichtdienst nur zu dritt waren.

Da in Obersuhl parallel die Bezirkspokalendrunde Nord der Erwachsenen ausgetragen wurde, war es ungewohnt still in der Halle, zu still. An dieser Stelle ein Danke an Günter, für deine Unterstützung!

Malin und ich ließen uns jedoch im Doppel von dieser verschlafenen Atmosphäre ummanteln. Britta und Monika konnten es sich gemütlich machen und mussten zusehen, wie Malin und ich überhaupt nicht aus dem Quark kamen und so ging das Doppel wirklich unnötig verloren. Damit stand es dann 1:1.

Malin legte einen fulminanten Start gegen die Nummer 1 der Gegner hin und führte im ersten Satz bereits 7:1. Danach entwickelte sich das Spiel zu einem Hin und Her, ehe es in den fünften Satz ging. Malin wehrte bei 9:10 den Matchball ab, musste sich am Ende trotz starker Leistung aber leider Zähne knirschend mit 13:15 geschlagen geben.

Schade Schokolade und auch bei mir sah das Spiel noch nicht so rosig aus, ich lag bereits 1:2 hinten und philosophierte gerade gedankenverloren an der Fensterbank, was ich mir da für einen Bockmist zusammenspielte. Schön ist, wenn sich das Training auszahlt. Wenn man extra Rückschläge trainiert, um dann ungefähr 30 Aufschläge ins Netz zu manövrieren. Da hat sich das Training fast ausgezahlt. Im vierten Satz konnte ich dann aber ausgleichen und auch den 5. Satz mit 11:6 gewinnen – gerade nochmal gut gegangen. 2:2.

Ja Monika was soll ich sagen, dabei sein ist alles! Nein, Scherz natürlich. 3:2 wegen nicht angetreten. Dann zeigte auch Britta eine kämpferische Leistung, denn auch sie lag bereits 1:2 hinten ehe sie ihre Gegnerin noch aus dem Konzept brachte und ein deutliches 11:3 im fünften Satz einfuhr. 4:2 – na geht doch, die Geister klatschten. Alle noch wach?

Weniger. Ich gab die ersten beiden Sätze gegen Henkel aus der Hand, ehe ich erneut die Kurve bekam und im fünften noch auf insgesamt 5:2 erhöhte. Dennoch unzufrieden wollte ich mein Handtuch ablegen, ließ aber unsanft den Schläger los und die Geister der Halle schreckten kurz zusammen, Sorry.

Malin lieferte sich ebenfalls eine knappe Partie gegen Bauerbach, der erste Satz ging mit 12:10 an Malin, der zweite mit 8:11 an Bauerbach. Nach einer kleinen Motivationsansprache von mir löste Malin die Sache nervenstark mit 11:8 und 11:9. Gesamt 6:2.

„Moni, wir dachten du bist nur zum Zuschauen da?“ – Nein! Nach dem Aufwärmen im ersten Satz machte Moni ihre Sache wie immer gewissenhaft und fuhr mit einem letztlich deutlichen 3:1 den 7. Punkt ein. Jetzt zählte das Spiel von Britta gegen nicht angetreten und da war das 8:2.

Was soll ich sagen, das war’s dann nämlich auch schon. 12:55 Uhr, das brachte die Tagesplanung etwas durcheinander.

Das Ergebnis klingt mal wieder deutlicher, als es sich zwischendurch angefühlt hat, schließlich haben wir insgesamt 14 Sätze hergegeben. Nun ja liebe Tabellenführung, so leicht geben wir dich nicht her! Nächste Woche Sonntag geht es dann für das Team „Damit-konnte-vorher-ja-keiner-rechnen“ nach Albungen.

Damen 1: Spitzenspiel in Niestetal

Diesen Samstag sollte es nun vorzeitig um die Wurst gehen. Um 18 Uhr auswärts in Niestetal. Ein Sieg würde uns einen weiteren Vorsprung an der Tabellenspitze bescheren.

„Siehste mal, Niestetal!“ – mit Küntzel in der Aufstellung, also einem Aufgebot aus der Hessenliga-Mannschaft, zeigten die Kasseler uns gleich zu Beginn, dass sie uns das Leben schwer machen wollen.

Malin und ich starteten wie die Feuerwehr mit einem 11:1 in die Partie, gegen das bisher ungeschlagene Doppel Mark/Hättich. Darauf folgte ein Satzverlust, doch wir kamen wieder zurück und spielten stark auf. 3:1.

Britta und Monika hatten eine schweres Los gezogen gegen Mergard und Küntzel, aber sie führten schon 2:0! Doch das Doppel nahm leider noch eine ungemütliche Wendung und mit einem knappen 8:11 im 5. Satz stand es nun also 1:1.

Ungemütlich wurde es jetzt auch für mich gegen Mergard, im dritten Satz zauberte ich zwar ein 11:1 aus dem Hut, aber sonst hatte ich nicht viel zu melden. 1:3.

Malin lag bereits 1:2 gegen Küntzel zurück ehe sie ihren Tomatenkopf nochmal richtig zum Glühen brachte und in den 5. Satz einzog. 11:9, Holla die Waldfee, was für eine Vorstellung, Malin! 2:2 – weiterhin blieb alles offen.

Britta präsentierte nun ein souveränes 3:0 gegen Hättich und brachte uns 3:2 in Führung. Währenddessen musste Monika sich 0:3 gegen Mark geschlagen geben und die Partie war wieder ausgeglichen. Der Puls in beiden Teams stieg, bisher konnte sich noch keine Mannschaft hervorheben und alle warteten auf die entscheidende Phase.

Nun startete ich gegen die Reserve aus der Hessenliga und konnte gegen Küntzel ein 3:1 einfahren. Malin musste sich 0:3 Mergard geschlagen geben, und so hatten wir mal wieder gezeigt, dass das vordere Paarkreuz nicht das absolute Noppen-Wunder war. Nun ja, Ausgleich, 4:4. Wie lange sollte das so weitergehen? Es war bereits kurz vor Acht, der durchschnittliche Puls näherte sich der 200-Marke und von Müdigkeit war hier keine Spur.

Monika jetzt gegen Hättich. Den ersten Satz konnte sie 11:9 auf unser Konto verbuchen. 6:11, 6:11. Angstschweiß, ein hibbeliger Zähler auf dem Stuhl und die Spannung stieg. Fünfter Satz war angesagt und der Puls in und außerhalb der Box am Höhepunkt. Britta musste sich parallel 0:3 der clever spielenden Mark geschlagen geben. 10:10 bei Monika. „Wir brauchen jetzt einfach mal einen Fuchs, wirklich!“, dachte ich mir und der Tischtennis-Gott erhörte mich. Aber er war auch ein gerechter Tischtennis-Gott und so kam der Fuchs im nächsten Ballwechsel direkt zurück. 11:11. Gefühlte Stunden später die Entscheidung, 12:14. Verdammte Axt.

War uns Niestetal nun davon gezogen mit 4:6? „Abhaken, wir gleichen jetzt wieder zum 6:6 aus, wir schaffen das!“. Hier war noch gar nichts gelaufen, wir hatten uns so gut geschlagen bis zu diesem Zeitpunkt.

Und als ich dann in der Satzpause nach dem 2:1 gegen Hättich an der Bande stand, zog doch glatt Monika an mir vorbei und haute mal eben raus: „Also ich habe meinen Teil erledigt!“. Ja guten Abend, 3:0 gegen Küntzel, da hat meine Motivationsansprache aber jemand sehr ernst genommen. Im Zugzwang und voll im Tunnel rief ich selbst beim 8:0 noch irgendwas, total paranoid. 3:1. 6:6. 

Nun ging es endgültig um die Wurst und Britta und Malin mussten die Entscheidung herbringen.

Beide verloren den ersten Satz, Monika war am Zähltisch gefesselt und guckte mich mit großen Augen an. Ich tigerte derweil durch die ganze Halle, setzte mich hier und dort hin und eilte an die Bande zum Betreuen. 1:1 an beiden Tischen. Unberechenbar was hier noch passieren kann.

16:14 für Britta zum 2:1. Der vierte Satz ging dann jedoch an Mergard und auch der fünfte Satz sollte es nicht sein. 6:7.

19:21 gegen Malin zum 1:2 in einem unbeschreiblichen Satz und trotz 9:7 Führung im vierten, ging auch dieses Spiel an Niestetal. 6:8.

6:8, ein so gutes Ergebnis, gegen eine Aufstellung, bei der uns der größte Optimist keinen Sieg zugetraut hätte. Die Moral und der Teamgeist haben auf alle Fälle gestimmt! Und gerade weil wir so nah waren, ist es so bitter. Ein Unentschieden wäre gerechtfertigt gewesen, aber wir hatten bei einem 8:6 schon oft das Glück auf unserer Seite.

Das Lächeln müssen heute mal die Lachgummis auf dem Foto für uns übernehmen.

Unseres ist nach 1-monatiger Pause wieder am 08.03 vor Heimpublikum zu sehen!

Damen 1: Dinge, die die Welt nicht braucht

Bericht zum Heimspiel gegen Auedamm.

70 Tage nach unserem letzten Heimspiel geht es wieder los. Und das gleich mit einem der Spitzenspiele, gegen den Tabellendritten aus Auedamm. In der Vorrunde konnten wir ein enges 8:6 einfahren und waren somit auf ein nervenaufreibendes Spiel eingestellt. Auedamm kam mit einer größtenteils veränderten Aufstellung: Söthe, Walther, Ebhardt und Drobe. Können wir das schaffen?

Malin und ich starteten mit einem Satzverlust in unser Doppel, ehe wir uns taktisch einarbeiteten und solide durchspielten. Mit knappen Sätzen und einem 3:1 konnten wir zwar nicht mit den Angebern von nebenan mithalten, Monika und Britta machten mit 3:0 einen kurzen Prozess, aber dennoch verschaffte uns das ganze einen angenehmen und wichtigen 2:0 Grundbaustein.

Taktik war heute irgendwie das Stichwort und so überlegt und ruhig, hatte ich mich selten in einem Spiel, wie heute, erlebt. So konnte ich ein 3:0 gegen Walther einfahren und auf ein willkommenes 3:0 erhöhen. Malin machte dagegen der Abwehrstil von Söthe zu schaffen und sie musste sich 0:3 geschlagen geben.

Nun ging es los für die Angeber aus dem Doppel und sie machten einfach mal da weiter, wo sie aufgehört hatten. Sowohl Monika, als auch Britta haderten nicht lange und erhöhten auf 5:1. 5:1, stimmt das? Das ganze klang gut, aber irgendwie nach einem Haken.

Eine Taktik hatte ich auch gegen Söthe, nur war die Taktik voll für die Katz‘. Als ich Söthe die Hand schüttelte, hätte ich gerne gefragt, ob wir vielleicht nochmal von vorne anfangen könnten? Ich hatte so gar nicht in das Spiel gefunden, was ich mir nun wirklich anders vorgestellt hatte. Malin dagegen löste ihre Sache gegen Walther am Nachbartisch spielerisch gut und konnte weiter auf 6:2 erhöhen.

Dann fehlte ja jetzt nur noch das hintere Paarkreuz und wir könnten nach gut 1,5 Stunden unter die warme Dusche, oder?

Moni lag 1:2 in Sätzen hinten und Britta führte 2:1– beide mussten schließlich in den fünften Satz. Aber Malin und ich waren auf der Tribüne eigentlich guter Dinge, dass die Sache hier geritzt war. Doch der Haken kam und er sollte so einige Nerven folgen lassen. Nachdem Britta 11:5 gewann, unterlag Monika knapp mit 9:11.

7:3 – Immer noch eine hohe Führung, also keine Panik auf der Titanic. Söthe spielte jedoch heute einfach eine Nummer zu stark und so musste auch Monika das Spiel gegen sie abgeben. 7:4. Ich gegen Ebhardt, das sollte ja jetzt endlich der Befreiungsschlag sein, ich führte schließlich schon 1:0. Was dann passierte, kann ich schwer in Worte fassen – war das die Angst vor dem Sieg? Ich lag 1:2 hinten, ehe ich im vierten Satz 4 Matchbälle abwehrte und somit in den 5. Satz ging. Auch hier lag ich 5:9 hinten, holte nach einem überragend mediativen Time-Out noch auf 9:9 auf, ehe mich das Netz und ein Topspin ins Nichts vom Tisch wies. 7:5

Verdammte Axt, was passierte hier gerade? Dinge, die keiner auf der Welt braucht: Führung hergeben.

Malin sichtlich geschockt von den Ereignissen der letzten halben Stunde lag bereits 1:2 gegen Drobe hinten, in einem ebenfalls sicher geglaubten Spiel für uns. Halb den Kopf im Sand steckend, versuchte ich Malin jetzt zum Erfolg zu brüllen, wer hatte uns plötzlich den Stecker gezogen?

Und wer zum Henker, spielte da eigentlich am Nebentisch? „Sag mal, was macht Britta da eigentlich, was passiert hier gerade?“ – trifft es ganz gut. Sie führte einfach mal unauffällig 2:0 gegen die Nummer 2 von Auedamm. Malin konnte es nicht mehr verhindern und es stand 7:6.

Britta scheint wohl entweder keine Nerven zu besitzen oder es hat sie so richtig angestachelt. 11:1. 3:0.

Moni und mir entweicht ein erneutes: „Was passiert hier gerade?“

8:6. Jo, wir schaffen das! Britta hat uns den Allerwertesten gerettet. Der Haken hatte es in sich, was da passiert ist, kann ich auch einen Tag später noch nicht in Worte fassen.

Ergänzung zu Dingen, die die Welt nicht braucht: Führung hergeben und Kochwurst beim Tischtennis.

Während Malin und ich noch sichtlich in der Rolle des Schmollbratens hingen, mussten Monika und Britta uns erstmal klar machen, dass wir gewonnen haben!

Damen 1: Rückrundenstart in Gottstreu

Wir lieben’s alt, wir lieben’s kalt

Zum Beginn der Rückrunde starten wir mit einem großen Ausflug mit 220 Kilometern Weg. Wo genau Gottstreu ist? Fragt lieber nicht. Die längste Fahrt der Saison stand uns nun also bevor und wir hatten mal wieder eine richtig gute Idee. Wer hat das älteste Auto? Überragend, so machten wir uns also mit meiner geliebten Möhre, Baujahr 1999 auf den weiten Weg, getreu dem Motto „Uns hält nichts mehr auf!“.

In der Vorrunde konnten wir einen 8:2 Heimsieg einfahren und daran wollten wir anknüpfen. Der dortige Hallenwart wollte uns wohl zeigen, dass er die Meinung: „Beim Tischtennis braucht man sich doch eh nicht bewegen!“ NICHT vertritt. So hätten wir die Tische eigentlich auch aufs Feld schieben können und dort bei 10° spielen können, ab und zu wäre ein Pferd vorbei gelaufen, warum nicht.

Aber jetzt zum Wesentlichen, wir stellten die Doppel dieses Mal mehr oder weniger beabsichtigt andersherum auf und so mussten sich diesmal Britta und Monika dem Doppel Rölke/Exner geschlagen geben, wie Malin und ich in der Vorrunde. Wir glichen nebenan zum 1:1 aus.

Malin freute sich schon wie ein Bär auf das Spiel gegen Rölke, und obwohl sie sich deutlich klüger anstellte, als noch in der Vorrunde, musste sie sich erneut geschlagen geben. Mir stand Exner gegenüber und ich führte 8:4 im ersten Satz, ehe ich der festen Überzeugung war, meine Gegnerin hätte den Arm nach dem Aufschlag gehoben und der Schiedsrichter „Netz“ gesagt. Als mich mindestens acht Augen groß anguckten, war mir klar, dass das eventuell eine Halluzination war. Nun ja gut, trotzdem ein 3:0 und der Ausgleich zum 2:2.

Monika, frisch eingeflogen vom Alternativ-Trainingscamp Ski Alpin, erinnerte sich gar nicht, dass sie nicht im Training war und gewann 3:0, und auch Britta machte relativ kurzen Prozess und so führten wir 4:2. Damit endlich ein bisschen Wärme durch die Körper fließt, zogen Malin und ich beide in den fünften Satz ein, und konnten die Eisklotz-Hände der anderen beiden erfolgreich abklatschen.

Noch gewohnt an eisige Temperaturen brachte Moni auch das Spiel gegen Arch nach Hause, während Britta sich am Nebentisch 1:3 Gronemann geschlagen geben musste. Zum Wohle meiner zitternden Mitspieler machte ich den Sack jetzt 3:0 gegen Arch zu.

„Ich hab gar nicht geschwitzt!“ – Moni. Macht sich hier langsam leichte Arroganz breit?

Tada 8:3. – Zack, fertig, sowohl spielerisch als auch schriftlich hier heute zeitbedingt ein kurzer Prozess.

Nächste Woche steht uns ein forderndes Spiel gegen den Tabellendritten Auedamm, um 11:00 zu Hause, bevor – wir freuen uns auf eure Unterstützung!

Damen 1: Auch Gottstreu?!

„Ich dachte ich schaffe es, einmal vor euch da zu sein!“. Nächstes Jahr vielleicht, Britta. Aber nicht heute, denn Malin und ich scharten schon seit 10 Minuten, vor der Halle, mit den Hufen.

Heute hatten wir was vor. Und wir wussten, dass es unangenehm werden könnte gegen Gottstreu, denn die Mannschaft bestand aus drei Abwehrspielerinnen. Ob wir vorher gerechnet haben? Ehrlich, nein. Wir wollten hier heute nicht primär die Herbstmeisterschaft holen, sondern ein gutes Spiel liefern und ganz ohne Rechnerei Leistung bringen, irrelevant, ob die Punkte notwendig waren oder nicht. Vielleicht sollte ich Fußball Manager werden – „Auf die Tabelle gucken wir jetzt nicht!“.

Malin und ich starteten gegen Rölke und Exner. Der erste Satz grenzte unsererseits schon fast an Arbeitsverweigerung. Unkonzentriert, konzeptlos und unsicher. Wir wussten beide, dass das definitiv machbar war, aber wir etwas tun müssen. Es gelang uns besser, aber bei weitem noch nicht gut und auch der zweite Satz ging 13:15 verloren. Im nächsten Satz riefen wir das ab, was eigentlich der Plan war, 11:3. Und trotz 10:8 Führung im vierten Satz, konnten wir uns mit der Partie nicht anfreunden und gaben das Spiel noch 10:12 ab.

Monika und Britta gingen in ihrem Doppel verheißungsvoll 2:0 in Führung, ehe auch sie einen Satz abgeben mussten. Bei 10:9 im vierten Satz behielten die beiden die Nerven und konnten somit 3:1 siegen. 1:1.

Verärgert mussten Malin und ich das verkorkste Doppel jetzt abhaken. Malin machte es gleich im ersten Satz gegen Rölke spannend, 13:15. Den zweiten Satz konnte sie sich konzentriert erarbeiten, 11:7. In den nächsten beiden Sätzen blieb es spannend, Malin war immer dran, doch am Ende ging das Spiel 1:3 verloren. Zwischenstand 1:2.

Und ja, da war ja noch ich parallel, die schon mit dem Gedanken spielte mit der Fußsohle mal liebevoll den Tisch zu berühren. Vor meiner Stirn ein 0:2 Rückstand gegen Exner, ja manchmal kommt der Ball im Tischtennis öfter als zwei Mal zurück. Ich wusste also, wir liegen bereits 1:2 hinten und das wäre hier echt der nächste Schritt in die falsche Richtung. Um jeden Ball kämpfend, erreichte ich doch noch den fünften Satz und holte das Spiel noch mit 11:3.

2:2. War die Nummer hier heute unberechenbarer als gedacht?

Aber unberechenbar und unser hinteres Paarkreuz, das passt ja so gar nicht. Monika lag schon 1:2 zurück, ehe ich mir in der Satzpause nicht verkneifen konnte, ihr den glorreichen Tipp zu geben, nicht auf einen Schupf zu schießen. Und auch Britta verlor den ersten Satz, aber dann kamen die beiden zurück, und wie. Einen kühlen Kopf bewahren, das gelang den beiden immer wieder eindrucksvoll. So brachten sie uns mit zwei gedrehten Spielen zur 4:2 Führung.

Kommt schon, das Herbstblatt, das gehört uns!

Besser als gedacht, und auf der Tribüne gewettet (Herausforderung angenommen!), fand ich in das Spiel gegen Rölke. 3:0 stand es, als ich realisierte, dass das gerade wirklich eine gute Konzentrationsleistung war. Und auch Malin hatte jetzt keine Lust mehr auf Faxen, war darauf eingestellt, dass der Ball immer einmal mehr zurückkommen könnte und kämpfte um jeden Ball. 3:0. Hallöchen, das lässt sich sehen. 6:2.

Das Feuer war definitiv entfacht. Und der Rest ließ sich anstecken. Bei Monika stand es 2:1, ehe sie den vierten Satz mit 11:1 ganz kompromisslos einfuhr. Und Britta? Was spielte sie da heute eigentlich für wunderbar weiche Topspins? Ganz aus dem Häuschen saß ich da und blätterte einen Punkt nach dem anderen um. 3:0.

8:2. So schnell und deutlich, wie wir es noch nicht ein einziges Mal in dieser Vorrunde geschafft haben. Herbstmeister, so unerwartet und erkämpft, wie es keiner von dieser Mannschaft erwartet hätte. Die Mannschaft eingeschlossen.

Mit wenigen Erwartungen gingen wir in die Saison, und der Weg zum Erfolg war immer wieder eine geschlossene Mannschaftleistung. Wir alle haben eine gute Bilanz gespielt. Aufstieg? Erstmal essen wir jetzt ein verdientes Schnitzelchen, und dann feiern wir Weihnachten. Wir wissen, dass die Herbstmeisterschaft noch weit von einem Aufstieg entfernt ist.

Aber es macht Spaß, wir sind alle gut drauf und wir freuen uns auf das, was auch immer da auf uns zukommt.

Damen 1: Das Wort mit „H“

An diesem Samstag ging die Reise für uns in das bereits vereiste Unterrieden. Britta fragte mich bei der Ankunft, ob bei mir denn schon der tiefste Winter eingebrochen sei? Vor lauter Kopfschütteln fiel mir fast die Kapuze vom Stirnband-bedeckten Kopf.

Nun ja, wir betraten eine, sagen wir mal minderbeleuchtete Halle, in der ich abrupt meine Winterutensilien von mir riss, denn die Heizung hatte wohl die bessere Energiequelle, als die St. Martin tauglichen Lämpchen an der Decke. Kuschelig, dunkel, 18:30. Die besten Voraussetzungen, um ein spannendes Sportereignis abzuliefern, oder?

Ruhe wurde zu Beginn Monika und Britta gegönnt, denn das Doppel der Gegner schenkte auf Grund von Verletzungsproblemen der Nummer 1 ab, welche ihre Reserven für die Einzelpartien behalten wollte.  

Na klar, Malin und ich, wir sind ja noch jung und können ackern. Nachdem ich den ersten Aufschlag des heutigen Tages erstmal warmherzig ins Netz beschleunigte und wir im ersten Satz so gar nicht aus dem Quark kamen, wurden wir dann aber doch noch wach. Am Ende konnten wir unsere Leistung laufend steigern und mit einem 11:3, im vierten Satz, das Doppel sichern. 2:0.

Malin durfte nun gegen die bisher geschonte Nummer 1 der Gastgeber ran. Und alles was Britta und Monika im Doppel nicht abbekamen, bekam Malin jetzt ab. Mit Noppen auf der Rückhand und einem happigen Damen-Schupf auf der Vorhand nahm sie Malin das Spiel 3:0 ab. Nicht zu vernachlässigen, dass Leukel zu den stärksten Spielerinnen der Liga gehört.

Eine ebenfalls gute Bilanz konnte auch die heutige Nummer 2 der Gäste, Schad aufweisen. Doch ich fand gut in die Partie, holte im zweiten Satz nach kurzem Nickerchen noch ein 5:9 zu einem 12:10 auf. Und auch den dritten Satz konnte ich mit 13:11 ergattern. 3:1 gesamt.

Britta schien ihr Spiel mit 2:0 Führung schon so gut wie zugemacht zu haben, doch Ludwig drehte noch einmal auf. Und was Britta ja so gar nicht leiden konnte: viele Kommentare im Spiel. Und was geschah: viele Kommentare im Spiel. Etwas verärgert musste sie doch noch in den fünften Satz einziehen und das 7:11 kommentarlos in Kauf nehmen. Auch Monika führte 2:0, ehe sie einen Satz abgeben musste. Aber einer reichte dann auch, und ohne Selbstkritik (zumindest habe ich sie heute nicht gehört) zog sie zufrieden mit 3:1 vom Tisch.

Meine folgenden Sätze gegen Leukel sind schnell beschrieben: Führung, Einbruch, Kampf und doch Pleite. So gelang es mir einfach nicht die Sätze heimzubringen, obwohl ich doch jedes Mal knapp dran war. 4:3 Zwischenstand – ein knapper Spielstand, was ja aber nun keine neue Situation für uns war.

Gestärkt mit Gummibärchen vom letzten Spieltag ging es für Malin jetzt los gegen Schad. Und ich als Zähler, hey! Das kommt nicht so oft vor, denn meist krebse ich schon irgendwo in der Halle rum und hab keine Nerven von Null bis Elf zu zählen. Malin spielte stark auf, und gleichte nach dem ersten Satzverlust zum 1:1 aus. Schad kam wieder ran, doch dann brachte Malin sie im vierten Satz so richtig aus dem Konzept. Der fünfte Satz war ein Nervenspiel, keiner konnte sich so richtig einen Vorsprung verschaffen, bis zum 8:8. Malin schob zwar noch ein Time-Out ein, aber das half leider nicht mehr. 8:11.

4:4. Alles wie immer, oder? Malin und ich machten zwei Experimente zu viel und schon war unser hinteres Paarkreuz mal wieder gefragt. Ohne den Mambo-Song nochmal zu wiederholen, auf Britta und Monika war einfach Verlass. Beide ergatterten ein 3:1 und da war sie wieder, unsere 2-Punkte Führung, 6:4. Unser hinteres Paarkreuz ist übrigens Abwerbe-Resistent, nur, falls jemand auch mal den Song singen wollen würde.

Nun war ich wieder an der Reihe gegen Ludwig. Alles war okay, bis mich kurz das Gefühl überkam, das die Nummer hier heute insgesamt auch mal in die Hose gehen könnte, aber dies entpuppte sich nur als kurze Reaktion meines Gehirn auf zu viel heiße Heizungsluft. 3:1 und somit 7:4.

Leukel zeigte sich wenig eingeschränkt von ihrer Verletzung und auch Monika wurde bestimmt vom Tisch gewiesen. 7:5. Britta spielte jetzt am Nachbartisch gegen Schad und das war nun wirklich keine einfache Aufgabe. Und die Nummer wurde tatsächlich nochmal heiß, denn Malin lag im ersten Satz bereits 6:10 hinten.

Aber es war mal wieder genial und Britta, was auch immer sie da tat, gewann einfach mal 3:0! „Hey, du Champion!“, begrüßte ich sie, zurück auf der Bank. Da kam mir nur ein „Oh Gott, Oh Gott“ entgegen und von Malin ein erleichtertes „Danke, Britta!“.

8:5. Sieg!

Ist das unausgesprochene Wort mit H „Handballtor“?

Da gibt es so ein Wort, das beginnt mit H. Noch bleibt es unausgesprochen. Vielleicht heißt es „Handballtor“?

Damen 1: Mambo No. 5

Ladies and gentlemen, this is Mambo Number Five.

Diesen Sonntag stand uns eine schwere Aufgabe, gegen den Verfolger und somit Tabellenzweiten Niestetal, bevor. Und es ging mit einem kleinen Vorteil für uns los, denn Nele Mark, die Stammspielerin auf Position drei, war heute turnierbedingt nicht am Start.

Malin und ich starteten stark aufspielend in unser Doppel, fühlten uns sicher und gewannen den ersten und dritten Satz. Dann entglitt uns jedoch das Spiel gegen Mergard und Starke. Nach dem fünften Satz blieb uns also nur noch der Trostpreis. Und auch Monika und Britta mussten trotz eines Satzgewinnes, gegen ein sehr aktiv spielendes Doppel den Punkt abgeben.

Zwei Trostpreise, das war uns in dieser Saison noch nicht passiert, das heißt wir hatten nun erstmal einen 0:2 Rückstand vor der Nase. Aber in Wirklichkeit interessierte uns das nur bedingt, denn wir wussten, das heißt noch gar nichts!

Los ging es in die erste Einzelrunde. Ich fühlte mich gut und konnte den ersten Punkt des Tages mit einem 3:0 gegen Hättich einfahren. Nebenan machte Malin richtig Gaudi und wehrte sich erheblich gegen die etwas unangenehme Noppe von Mergard. Einen 1:2 Rückstand gleichte sie mit einem 11:9 aus und zog somit in den fünften Satz. Malin lag bereits 5 Zähler zurück und wir riefen uns die Seele aus dem Leib. Auch Hans-Otto aus der ersten Mannschaft war gedanklich voll dabei und sprang auf. „Das geht noch!“ – und das ging noch. Tada, 3:2 – Gesamt 2:2, dahin war der vermeintliche Rückstand.

In Führung brachte uns anschließend Monika gegen eine sympathisch aufgeregte Nummer 4 der Gegner, die ihr Debüt in der Verbandsliga feierte. Würde man den Worten von Monika in der Satzpause Glauben schenken, ohne auf den Spielstand zu schauen, würde man glatt denken, sie hätte das Spiel schon verloren. „Moni, du führst übrigens 2:1!“ – solche Kommentare wünscht man sich doch von den Gurken namens Mannschaftskollegen, oder? Da war also die Führung 3:2. Britta hatte dagegen am Nachbartisch Probleme mit der offensiven Spielweise von Starke und da war die Partie wieder ausgeglichen, 3:3.

Malin hatte Mergard gut erwärmt, dies bekam ich jetzt gegen sie zu spüren. So konnte ich zwar zum 1:1 ausgleichen, kam jedoch zu spät in die Partie und musste mich im vierten Satz mit 15:17, etwas zu überhastet spielend, geschlagen geben. Hättich musste sich derweil auch Malin 1:3 geschlagen geben und die Partie war immer noch offen, jetzt stand es bereits 4:4 und hier war heute noch alles möglich.

Und jetzt schlug der Hammer, namens „Richelsdorfs hinteres Paarkreuz“ wieder zu.

  • A little bit of “Monika” in my life
  • A little bit of “Britta” by my side
  • A little bit of “2 Punkte” is all I need
  • A little bit of “VORSPRUNG” is what I see

Dank Monika mit einem 3:0 gegen Starke und einem 3:1 von Britta gegen Gliese, stand es nun also 6:4. Der benötigte Vorsprung für die Sicherung unserer Tabellenführung und den Mambo No. 5?

Nun musste erneut Monika an den Tisch, doch jetzt musste sie sich einer stark aufspielenden Mergard geschlagen geben. Derweil konnte ich am Nebentisch ein 3:0 gegen Starke sichern und somit blieb unser 2-Punkte Vorsprung bestehen. 7:5, das Unentschieden war schon mal gesichert. Aber komm schon, Unentschieden? Nö, oder?

Malin, du machst das schon. Aber das waren meist die Momente, in denen man meist wenig machte, außer sich selbst viel Gedanken und dem Gegner viel Spaß. Nach 1:2 Rückstand gegen Gliese waren wir uns alle sicher, das dreht Malin jetzt noch. Aber es sollte nicht sein, und der Punkt ging an Niestetal, 7:6. Wir sind ja sowieso eher so die Spannungs-Typen.

Und was macht Britta da eigentlich am Nachbartisch? Da hatte aber jemand gar keine Lust auf Unentschieden und ignorierte vollkommen, dass sie hier gegen die Nummer 2 von Niestetal am Tisch stand. 3:0, aber Hallo!

8:6, das dritte Mal, dass wir ein knappes Spiel zu unseren Gunsten hinbiegen. 3 Stunden Kampf, eine großartige Gemeinschaftsleistung und somit Mambo No. 5. Die Tabellenführung bleibt also mit fünf süßen Siegen bei uns in Richelsdorf. Und weil wir uns da oben so wohl fühlen, legen wir jetzt erstmal ein Wochenende die Füße hoch.

Damen 1: Sieg in Auedamm

Ja, das Bild ist so gewollt. 😉

Dieses Wochenende stand nun unsere zweite Auswärtsfahrt an, welche uns nach Auedamm führte. Ich drückte mich erfolgreich vor der 1,5-stündigen Anreise und entschied mich für eine entspannte 20-minütige Anreise aus Kasselfornia.

Vereint betraten wir also um 17:30, die an eine Sauna erinnernde Halle, in Auedamm. Und wir hatten es bereits geahnt: Das Spiel heute wird eine Härteprobe. Und unsere Gegner sind mit veränderter Aufstellung vorbereitet auf den Tabellenführer. Und so waren aber auch wir auf Heidelbach, Söthe, Kaiser und Buntebruch vorbereitet.

Malin und ich starteten gegen Heidelbach und Buntebruch und bekamen im ersten Satz eine kleine Packung, ehe wir im zweiten Spiel ein Konzept fanden, dieses im dritten jedoch wieder verloren, um es dann aber doch wieder zu finden! Und so durften wir nach 5 Sätzen den ersten Punkt der Partie auf unser Konto verbuchen. Monika und Britta mussten sich am Nebentisch zunächst auch an die Gegner gewöhnen, um im vierten Satz zum 2:2 auszugleichen. Im fünften konnten auch sie den Punkt für uns entführen. 2:0 aus den Doppeln, eine gute Grundlage, oder?

So gut wie Malin im Doppel auf die Noppe von Heidelbach reagieren konnte, so schwer fiel es ihr im darauffolgenden Einzel und sie musste etwas ratlos mit 0:3 den Tisch räumen. Ich befasste mich parallel dazu mit der Abwehrspielerin Söthe. Es war knapp (12:10, 15:13), aber geschmeidig! Ich fühlte mich ziemlich locker und konnte meine Taktik durchziehen und ging erleichtert, mit einem Punkt für uns, vom Tisch.

Britta hatte Lust auf Spannung mitgebracht und gleichte nach einem 1:2 Rückstand mit einem phänomenalen 18:16 zum 2:2 aus, zog im fünften Satz jedoch leider den kürzeren. Monika nebenan zog das Ding locker flockig durch, erhöhte somit klar mit einem 3:0 gegen Buntenbruch auf 4:2 und erhielt uns somit einen 2-Punkte Vorsprung für die zweite Runde.

Euphorisiert gegen den Sieg gegen Söthe hatte ich Lust auf mehr, Noppen? Kein Problem? Naja, es war auf jeden Fall schon mal schlimmer. Ich hatte einen Plan und der ging auch hin und wieder auf. Ich führte 2:1 und 9:9, verlor den Satz jedoch noch unnötig und schon wieder stand es an diesem Tag 2:2. Heidelbach erwischte den deutlich besseren Start im fünften Satz und auch wenn ich mich wehrte, der Rückstand war nicht mehr aufzuholen und dann war es mit dem 6:11 auch geritzt. Malin musste an diesem Tag erneut gegen ein etwas ungewohntes Spielsystem in die Partie finden, doch die Abwehr und sie wurden an diesem Tag nicht mehr die allerbesten Freunde. So vermurksten wir gemeinsam den Vorsprung und Auedamm konnte zum 4:4 ausgleichen.

Aber ein Glück war unser hinteres Paarkreuz immer wieder eine Wand. Monika fand gut in die Partie und konnte auch gegen Kaiser 3:1 gewinnen. Läuft bei dir, Moni! Und mindestens genauso gut lief es am Nachbartisch bei Britta, die nach ihrem Fünfsatzsspiel nun kurzen Prozess machte und den 2-Punkte Vorsprung wieder sicherte! 6:4, jetzt aber!

Ich musste nun gegen Kaiser ran und wusste, der Punkt ist eingeplant, wenn die Nummer hier heute gut für uns ausgehen soll. Und ich kam zunächst nicht aus dem Quark, stolperte durch die Gegend mit meinem Tomatenkopf aus der vorherigen 5-Satz Partie. Nach dem ersten Satzverlust kam ich jedoch wieder halbwegs klar und holte das Ding, 7:4. Auch Heidelbach kam nach unserer vorherigen Partie nicht mehr rein und es stand bereits 2:0 für Moni! Sensation? Fast. Mit 10:12 musste Moni sich leider im fünften geschlagen gegeben trotz eines bockstarken Auftrittes.

Britta musste sich nun einer sehr ehrgeizig aufspielenden Söthe geschlagen geben und schwupp, stand es nur noch 6:7. Aber wir wussten, auf Malin ist jetzt Verlass. Gegen eine etwas verunsicherte Buntenbruch machte sie den Sack mit einem 3:0 zu.

8:6, Sieg! In Auedamm! Und damit sind alle guten Dinge nicht nur drei, sondern sogar vier – nur mal nebenbei, wir sind, ja man könnte es so sagen, immer noch Tabellenführer! Moni und Britta hatten dementsprechend Lust auf Party nach dem Erfolg, aber die Jungspunde machten schlapp und hatten eher Lust auf Heia machen, traurig, aber wahr.

Da wir vier Tomatenköpfe nicht mehr in der Lage dazu waren, ein Bild zu erzeugen, muss das Bild von diesem süßen Pony heranhalten, was bei meinem Vorbereitungsspaziergang durch Niestetal entstanden ist. Vielleicht unser Glücksbringer.

Damen 1: Doppel-Gaudi daheim

Nach dem Saisonauftakt gegen Schönstadt, fühlt es sich nach fünf Wochen Spielpause fast wie ein zweiter Saisonauftakt an. Nun heißt es endlich wieder, Feuer frei! Und das gleich zwei Mal, zu Hause. Zuerst begrüßen wir am Samstag um 14:30 Albungen, um am nächsten Tag um 11:00 Ihringshausen zu empfangen

„Jana? Hör mal zu: Wir begrüßen unsere Gäste…“, Malin übte ganz putzig ihre erste Heimbegrüßung als Mannschaftsführerin, während ich Banane kauend so tat, als würde ich aufmerksam sein. Derweil jagte Monika nochmal mit dem Wischmop durch die Halle, um den Staub der letzten Wochen zu beseitigen und uns ein möglichst rutschfreies Auftaktspiel zu gewähren.

Los geht’s mit den Doppeln: Mit einem 3:1 und circa 15 Fußtritten später, sorry Malin, gingen wir erleichtert vom Tisch. Am Nebentisch wurde es bereits im ersten Spiel spannend, leider unterlagen Monika und Britta jedoch im fünften Satz.

In meinem ersten Einzel machte ich nicht viel, außer mir selbst fast in die Hose und gab das Ding etwas zerwühlt 0:3 an Osterheld ab. Malin dagegen fuhr nach einem Satzverlust ihr Einzel ziemlich cool 3:1 ein. Als nächste war Monika dran und die Sätze hätten mit u.a. 16:14, 11:13 und 10:12 kaum knapper sein können, gingen am Ende jedoch an unsere Gegner. Britta zog ihr Spiel gegen Weise souverän durch und glich zum Zwischenergebnis von 3:3 aus.

Zweite Runde, neues Glück. Ich hatte mich gesammelt und ging 2:1 in Führung, aber ich musste unbedingt nochmal alle Nerven kitzeln lassen und konnte erst im 5. Satz das Spiel nach Hause holen. Malin unterlag diesmal Osterheld und schon wieder war die Partie ausgeglichen, 5:5.

Das auf Britta und Monika im hinteren Paarkreuz Verlass ist bewiesen die beiden nun und brachte uns endlich den ersehnten Vorsprung, 6:4. Daraufhin unterlag Monika der Nummer 1 des Gegners. Ich konnte aber den 7. Punkt einfahren und Malin machte am Nebentisch auch keine Faxen. Klappe zu, Affe tot, 8:5.


Klappe wieder auf: Sonntag. Mit der Gewissheit am nächsten Morgen sowieso wieder anzureisen, ließ ich souverän die Hälfte in der Halle liegen. Mit einem „Fühlt sich an wie ein Déja-vu“ begrüßte uns Britta um 10 Uhr vor der Halle. Heute brauchte Malin auch keine Proberede mehr halten und die Halle war auch schon gewischt.

Malin erfreute sich an der neuen Farbei meines Haarbandes, und dafür trat ich ihr diesmal auch nur 14-mal auf den Fuß. Aber was soll’s, wir gewannen unser Doppel erneut mit einem 3:1. Britta erlebte ihr zweites Déja-vu des Tages am Nachbartisch, jedoch ging der 5. Satz diesmal an Britta und Monika.

Diesmal wollte ich gleich von Beginn an voll da sein und kämpfte mich mit einem 16:14 durch den ersten Satz gegen Kuke. Aber heute war schließlich der offizielle Tag des Déja-vu und ich musste erneut in den 5. Satz, welchen ich aber 11:7 heimholte. Die Noppe von Albers brachte derweil Malin etwas aus dem Rhythmus und das Spiel ging 3:0 an Ihringshausen.

Monika legte einen drauf und holte mit einem klaren Sieg die 4:1 Führung für uns. Britta dagegen hatte Probleme mit dem etwas unangenehmen Belag von Bierwirth. 4:2.

Etwas Zähne knirschend bewegte ich mich nun zum nächsten Einzel. Noppen und ich, die Kombination artete meistens aus. Aber nicht heute und ich zog meinen Stiefel endlich mal durch und gewann 3:0. Malin musste sich am Gegentisch einer stark aufspielenden Kuke ergeben und auch Monika verlor gegen Bierwirth. Auf ein 5:4 war unsere Führung derweil geschmolzen. Schmelzen sollte heute doch nur der Käse in Monikas leckeren Gyros-Suppe, aber das interessierte aktuell noch Niemanden.  

Britta, etwas am Hadern mit den heutigen Spielstilen ihrer Begegnungen, setzte sich aber durch und holte kopfschüttelnd den erneuten 6:4 Vorsprung. Jetzt kämpfte Monika gegen die Noppen von Albers an, doch diese gewann das Spiel 3:1 für Ihringshausen.

Bereits 5 Einzel an diesem Wochenende absolviert, wurden Malin und ich ein letztes Mal auf die Meute losgelassen. Komm, das Ding, das holen wir jetzt auch noch!

0:2 Irritation, Wut und eine Satzpause später, in der ich den Stuhl meines Betreuers am Liebsten aufgegessen hätte, kam ich zur Ruhe. 1. Satzgewinn. 8:10, Time-Out, ganz ohne Hunger auf Stühle, 14:12. 11:7. Das war nicht schön, vielleicht selten, aber egal. Und auch Malin erlebte ein kleines Gedankentief ehe auch sie sich besann und da war es.

8:5. Britta, ein Déja-vu?

Ja, ein schönes. Das Wochenende hat gutgetan. Trottend sammelte ich die 13 Bananenschalen der letzten 48 Stunden ein, während die nicht geschmolzene Gyrossuppe à la Monika wohl verdient auf uns wartet und wir das Doppelspielwochenende erfolgreich ausklingen ließen.